Stufenfahrt mit der Stadtteilschule Stellingen nach Maria Alm

Zum dritten Mal in Folge ist die Skischule St. Pauli mal wieder zusammen mit einer Auswahl von Schülern der 7. Klasse der Stadtteilschule Stellingen nach Maria Alm gefahren. Einmal mehr galt es, innerhalb von 6 Skitagen 25 Schülern das Skifahren beizubringen und den Fahrstil von 5 weiteren Fortgeschrittenen zu verbessen. Die Anreise erfolgte wie immer mit der Bahn, nur dieses Mal waren wir zum ersten Mal tatsächlich pünktlich, und zwar auf der Hin- und Rückfahrt (!). So musste der nun schon fast legendäre, gefühlt einarmige Busunternehmer Schößwendtner nicht warten und rangierte uns vorbei an meterhohen Schneebergen am Ende hinauf zum mindestens ebenso legendären Jugendgästehaus Sonnenhof. 

Der erste Skitag begann turbulent, nachdem wir erst vor Ort erfuhren, dass der sonst übliche Skiverleih uns dieses Jahr nicht versorgen konnte und wir daher kurzfristig mit 2 Gondelfahrten ohne Ski ins Dorf Maria Alm fahren mussten. Für viele Kinder war auch das aber ein erstes neuartiges Erlebnis, ebenso wie die anschließenden ersten Gehversuche auf Ski. Am Anfängerhügel kämpften sich die neuen Skifahrer wacker schon am ersten Tag mit ein paar Kurven den Hang hinunter, begleitet von diversen kleinen Stürzen. Erstaunlicher Weise schafften es fast alle Kinder schon am 2. Skitag mit kleinen Bögen den Hang hinabzufahren, so dass wir kurzerhand auf unseren Hausberg Aberg vis-à-vis dem Sonnenhof auf der blauen Piste weiterüben konnten. Begleitet von inzwischen stärkerem Schneefall und schlechter Sicht machten alle Kinder an den Skitagen 3 und 4 zum Teil große Fortschritte. Derweil gaben sich unsere Coaches Lupo und Malte die Klinke in die Hand, während Cleo und Askan alle 6 Skitage Vollgas geben konnten. 

Am Ende begleitete und strahlender Sonnenschein bei den letzten Abfahrten der inzwischen gut fortgeschrittenen Skifahrern. Für viele der Kinder war es ein tolles Erfolgserlebnis, die blauen und auch roten Pisten einwandfrei und sicher herunterzufahren. Besonderes Highlight war es, die lange Talabfahrt in einer großen Schlange mit ca. 20 Kindern kontrolliert und mit guter Technik den Hang hinunter zu begleiten. Ein Wermutstropfen bleibt, weil unsere Unterkunft für zukünftige Reisen nicht mehr zur Verfügung steht, da die Gastgeberfamilie Herzog nach 30 Jahren in den Ruhestand gehen und den Sonnenhof in Appartments umbauen werden. 

Für uns als Skilehrer sind die Entwicklungskurve der Kinder und die glücklichen und dankbaren Gesichter nach einer Woche voll Bewegung, frischer Luft, gutem Essen und ohne Handys (!) immer eine Bereicherung. Wir freuen uns auf die weitere Kooperation mit Hochkönig Tourismus und sind gespannt, welche Unterkunft im nächsten Jahr für uns bereit steht.